Hexafluorine®
Erste-Hilfe-Spüllösung gegen Flusssäure
Die Hexafluorine®-Lösung ist eine aktive Erste-Hilfe-Spüllösung gegen Flusssäure (HF) und kann bei schneller und korrekter
Anwendung Folgeschäden verhindern oder geringstenfalls vermindern.
Die Vorteile von Hexafluorine® auf einen Blick:
- Bindet sowohl Protonen (H+) als auch Fluorid-Ionen (F-) und stoppt damit gleichzeitig die ätzende und giftige Wirkung von Flusssäure und ihren Derivaten
- Verfügt über ein klares Anwendungsprotokoll
- Für die Augen und die Haut geeignet
- Lindert den Schmerz
- Hexafluorine® ist ein steriles Medikament der Klasse IIa und darf auf beschädigter Haut angewendet werden
Flusssäure (HF), eine doppelte Gefahr: ätzend und giftig
Flusssäure stellt bei Kontakt mit dem Körper oder mit dem Auge eine besondere Gefahr dar:
- Ätzende H+-Ionen werden freigesetzt, die das Eindringen des Gefahrstoffes in den Körper ermöglichen
- Giftige Fluorid-Ionen (F-) dringen nach der Freisetzung in das Gewebe ein, greifen das Kalzium an und können durch ihre systemisch giftige Wirkung lebensbedrohliche Folgen haben und im schlimmsten Fall zum Tod führen. Flusssäure ist ausserdem sehr heimtückisch. Bei verdünnter Konzentration kann ein Kontakt anfangs sogar unbemerkt bleiben: die ersten Schmerzen können erst bis zu 24 Stunden später auftreten.
Bei Kontakt mit Flusssäure muss eine effiziente Erste-Hilfe-Spülung sowohl die ätzende als auch die giftige Wirkung der Flusssäure am Unfallort stoppen.
Was ist Hexafluorine®?
Als spezifische Erste-Hilfe-Spülung bei Spritzern von Flusssäure auf den Augen und der Haut hat das Prevor Labor die Hexafluorine®-Lösung entwickelt. Diese aktive Spüllösung wirkt der doppelten Gefahr der Flusssäure und ihrer Derivate (BF3 Essigsäure, Ammoniumbifluorid etc.) entgegen. Die H+ -Ionen und F- -Ionen werden gebunden und inaktiviert und damit wird die ätzende und die giftige Wirkung von HF gestoppt. Die Spülung sollte innerhalb der ersten Minute nach dem HF-Kontakt erfolgen. Bei einer verspäteten Spülung (später als eine Minute nach dem Kontakt), sollte länger mit der Hexafluorine®-Lösung gespült werden. Bei den Augen sollte maximal 15 Minuten gespült werden. Bei unzureichender oder verspäteter Spülung mit der Hexafluorine®-Lösung (wenn z.B. nicht der gesamte Inhalt eingesetzt wurde oder wenn zuerst mit Wasser gespült wurde), hat sich die Verätzung bereits entwickelt und es kann trotz der Spülung eine Verätzung entstehen. Eine medizinische Untersuchung ist in jedem Fall erforderlich.
Hexafluorine®-Lösung: Erste-Hilfe-Spüllösung gegen Verätzungen mit Flusssäure und Derivate (Augenspülung und Hautspülung- Augenspülflasche und Notdusche)
AUGENSPÜLUNGEN
AUGENSPÜLFLASCHEN

Augenspülflasche,
500 ml

Wandstation Hexafluorine®
NOTDUSCHEN

Körperdusche, 5 l
KOMBINATIONAUGENSPÜLUNGEN
UND
HAUTSPÜLUNGEN

Kombistation mit
der Hexafluorine®-Lösung
ERGÄNZENDE
PRODUKTE

Afterwash® Augennachspülung
à 200 ml

Kalziumglukonat-Gel
à 40 g
Wie reagiere ich im Fall einer Kontamination mit
Flusssäure und ihren Derivaten?
Traditionell wird nach einer Verätzung durch HF mit Wasser gespült. Wasser hat jedoch nur eine begrenzte passive Wirkung, es ermöglicht eine Oberflächenspülung und verdünnt die aggressive Säure. Die Anwendung von Kalziumglukonat (als Gel und als lokale Injektion) nach der Spülung mit Wasser kann die Fluor-Ionen binden.
Die Anwendung von Kalziumglukonat ist oft nicht ausreichend und chirurgische Eingriffe sind häufig erforderlich.
Bei Kontakt mit Flusssäure muss eine effiziente Erste-Hilfe-Spülung sowohl die ätzende als auch die giftige Wirkung der Flusssäure am Unfallort stoppen.
Die Hexafluorine®-Lösung ist eine aktive Lösung, die sowohl die ätzende als auch die giftige Wirkung von Flusssäure stoppen kann.
Wie sollte die Hexafluorine®-Lösung angewendet werden?
Notfallprotokoll im Unternehmen:
Erste-Hilfe-Spülung innerhalb der ersten Minute nach dem Kontakt mit der Flusssäure. Der gesamte Inhalt der Flasche muss entleert werden.
- bei einer Augenkontamination spülen Sie mit einer Flasche à 500 ml Hexafluorine®-Lösung (LPMF) als Erste Hilfe-Massnahme
- bei einer Hautkontamination verwenden Sie die Körperdusche à 5 l Hexafluorine®-Lösung (TADF)
- bei kleineren Hautkontakten (z.B. ein Finger) kann auch anstelle der Körperdusche eine Augenspüflasche (LPMF) angewendet werden
Das Risiko der Vergiftung durch HF-Dämpfe ist nicht zu vernachlässigen, da das Einatmen der Dämpfe schnell erfolgt und sehr gefährlich sein kann.
Bei verschütteter oder ausgelaufener Flusssäure sollten ebenfalls Erste-Hilfe-Massnahmen vorgesehen sein, die das Risiko der Kontaminierung der Mitarbeiter einschränken: hier sollte der Chemikalienbinder Trivorex® eingesetzt werden.
Notfallprotokoll im Krankenhaus:
- bei einem Augenkontakt mit Flusssäure: Spülung mit 500 ml Hexafluorine®, anschliessend medizinische Behandlung
- bei einem Hautkontakt mit Flusssäure: Spülung mit einer Körperdusche à 5 l Hexafluorine®-Lösung (TADF)
- bei Bedarf sollte Kalziumglukonatgel oder ein anderes Antidot unterspritzt bzw. intravasal gespritzt werden
Falls die kontaminierte Körperoberfläche mehr als 1% des Körpers übersteigt, sollte an Kalzämie, Kaliämie, Magnesiumämie und Phosphorämie gedacht werden.
Bei verschütteter oder ausgelaufener Flusssäure sollten ebenfalls Erste-Hilfe-Massnahmen vorgesehen sein, die das Risiko der Kontaminierung der Mitarbeiter einschränken: hier sollte der Chemikalienbinder Trivorex® eingesetzt werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte den Anleitungen und Datenblätter.









