Verätzungen
Wie entsteht eine Verätzung
In Folge von Chemieunfällen kommt es häufig zum Kontakt zwischen einem Gefahrstoff und unserem Gewebe (Auge oder Haut). Eine Verätzung ist eine teilweise oder vollständige Zerstörung von Molekülen, Zellen oder Struktur der Haut oder der Augen, die durch einen reizenden oder ätzenden Gefahrstoff verursacht wurde. Der Grad der Gewebeveränderung definiert den Grad der Verätzung.
Wenn der Gefahrstoff, der die Verätzung verursacht giftig oder schädlich ist, im Körper bis in die Organe oder ins Blut gelangt, kann er hier mit anderen biologischen Angriffsflächen interagieren.
Beispielsweise ist Benzol reizend für Haut und Augen, ist krebserregend und erbgutverändernd und kann auch in den DNA-Ketten die Zellteilung beeinträchtigen. Es kann zur Zerstörung der Zellen (Aplasie) oder Zellproliferation von blutbildendem Mark (Organ, welches die Vorläufer der Blutkörperchen produziert) führen. Dies kann Leukämie verursachen.

