Chemisches Risiko in der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie
Die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie ist im Vergleich mit anderen Industriezweigen sehr breit gefächert. Diese Vielfalt ist begründet durch die Unterschiede in der Natur der jeweiligen Regionen und die Grösse der verschiedenen Gesellschaften, durch die grosse Vielfalt der Rohstoffe, der Herstellungsverfahren und der Endprodukte. Die Agrar- und Nahrungsmittelindustrie ist vielen ökonomischen, sozialen und umweltbedingten Zwängen unterworfen und dem jeweils gültigen Recht des betreffenden Landes.
Branchenbedingte Chemikalien
- Chlorierte Alkalien wie Natriumhypochlorit (Eau de Javel)
- Natronlauge (in sehr grossen Mengen)
- Salpetersäure
- Peroxyessigsäure
- Wasserstoffperoxid
Chemische Risiken
Auch wenn das Personal mit entsprechender Schutzkleidung ausgestattet ist, kann es zu Chemikalienkontakt im Gesicht oder an anderen Körperteilen kommen, wenn die Kleidung ausgezogen wird.
Wartungsarbeiten wie Schweissen stellen ein spezielles Risiko dar. Passivierungspasten auf HF-Basis werden systematisch eingesetzt (daher besteht ein Bedarf an Hexafluorine®). HF-Lösungen werden für die Reinigung von rostfreiem Stahl eingesetzt. Ausserdem besteht ein chemisches Risiko bei der Herstellung von Mischungen aus Salpetersäure und Fluorsalzen (bsp. Natriumhydrogenfluorid NaHF2).
Die Betriebe der Agrar- und Nahrungsmittelindustrie verfügen über Wasseraufbereitungsanlagen. In den Abwässern lässt sich Kalk, Schwefelsäure oder Natron nachweisen. Ausserdem gibt es in diesem Industriezweig Labore zur Analyse oder Forschung, in denen das chemische Risiko bekannt und genau identifiziert ist.
Chemisches Risiko Milchindustrie

